GROSSE LEIDENSPROZESSION AN PALMSONNTAG  

Die sogenannte „Heiligenstädter Palmsonntags-Prozession“ ist ein religiöser Umzug, der immer am Sonntag vor Ostern stattfindet und sich in einer festgelegten, überlieferten Ordnung durch die Straßen der Kreisstadt Heiligenstadt bewegt. In seinen Ursprüngen reicht er vermutlich bis in das Mittelalter zurück und wurde von den Jesuiten ab dem 16. Jahrhundert ausgebaut.

Zur feierlichen Gestaltung werden sechs überlebensgroße Figuren – auf Traggerüsten oder mit Hilfe von Stangen – mitgetragen, die an den Leidensweg Jesu Christi erinnern sollen. Zwischen den Bildnissen gehen die Gläubigen und singen überlieferte religiöse Lieder.

Die Prozession erinnert an die großen, bekannten Karfreitagsprozessionen in südlichen Ländern Europas und in Lateinamerika. Sie ist in ihrer Existenz einmalig in Mittel- und Norddeutschland; auch ihr Termin und ihre Ausgestaltung als Szenenprozession können als einzigartig gewertet werden.

Die Leidens-Prozession wurde jüngst in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird dieser gelebten Tradition des Katholizismus im Eichsfeld Aufmerksamkeit und Wertschätzung geschenkt. Sie wird mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und der UNESCO dokumentiert und erhalten.

Nächste Leidensprozession:
10. April 2022
Beginn: 14:00 Uhr Lindenallee

 

 

 

 

 

Weiterführende Links:
https://www.kg-sankt-marien.de/sankt-marien/palmsonntag   
https://www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe/bundesweites-verzeichnis/eintrag/heiligenstaedter-palmsonntagsprozession.html

 

Fotos: www.kleine-taschenlampe.de (Markus Gille) und Stadtverwaltung Heilbad Heiligenstadt 

Impressionen


Palmsonntagsprozession 2022

Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause ist die traditionelle Palmsonntagsprozession wieder durch Heiligenstadt gezogen. Mehrere Tausend Menschen begingen die Prozession, die an den Leidensweg von Jesus Christus erinnern soll.

In diesem Jahr beteten die Gläubigen für ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Mit der Kollekte wurde für hilfsbedürftige Menschen aus der Ukraine gesammelt.

zur Bilderstrecke 2022

 


2021 konnte die Leidensprozession an Palmsonntag Pandemie-bedingt nicht durchgeführt werden. Doch Dank eines umfangreichen Hygienekonzeptes und der Genehmigung durch das Gesundheitsamtes war es möglich die jahrhundertealten Leidensbilder der Prozession an Stationen in der Altstadt aufzustellen. So konnten viele Menschen, nacheinander und mit genügend Abstand, die Figuren in diesem Jahr wieder betrachten und den Leidensweg Jesu begehen.

zur Bildstrecke


Glaube gemeinsam leben. 2022 konnte endlich wieder eine Prozession durchgeführt werden. Zu den Bildern