Kinderbetreuung

Aufgrund der Covid-19-Pandemie erfolgt für den Zeitraum vom 17. März bis 17. April 2020 die Schließung der Kindergärten und Schulen. Für Kinder, deren Eltern in bestimmten Bereich tätig sind, wird eine Notbetreuung angeboten. Damit die Kinder in dieser Ausnahmesituation nicht auch noch aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden , findet die Notbetreuung in der Einrichtung statt, die das Kind regulär besucht. Die Betreuung erfolgt durch das bestehende Personal dieses Kindergartens im Rahmen der gewohnten Zeiten. In wieweit eine Essensversorgung möglich ist, entscheidet der jeweilige Träger der Einrichtung.

Der Erlass des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 25.03.2020 legt die Bedingung für die Aufnahme von Kindern neu fest. Es können jetzt auch Kinder in der Notbetreuung aufgenommen werden, bei denen nur ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist.

Hier die vollständige Übersicht der Kinder, die die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen können:

  • Kinder, bei denen ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist

Elternteile der vorgenannte  Gruppe, die in Abweichung von der 2-Eltern-Regel eine Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers, dass sie unmittelbar mit der Versorgung, Betreuung oder Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut sind.

  • Kinder von Eltern, die beide im medizinischen, pflegerischen Bereich oder in Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit arbeiten

    • das Gesundheitswesen (Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, Gesundheitsämter und ähnliche)
    • der Pflegebereich (Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Betreuung von Menschen mit Behinderungen und ähnliche);
    • die stationäre Kinder- und Jugendhilfe;
    • die Herstellung und Verteilung medizinischer oder pflegerischer Produkte.
    • Behörden, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig sind (Polizei, Feuerwehr, freiwillige Feuer während der Bereitschaftszeiten)
    • Katastrophenschutz (Technisches Hilfswerk und ähnliche).
    • Justizvollzugsanstalten.

Es reicht eine glaubhafte Darlegung, dass beide Eltern im Gesundheitsbereich bzw. in Bereichen der öffentlichen Sicherheit tätig sind. Eine Arbeitgeberbescheinigung ist nützlich. Gehört nur ein Elternteil zu der vorgenannten Gruppe findet keine Notbetreuung statt.

  • Kinder von Eltern, die beide in der sog. kritischen Infrastruktur arbeiten und dort unabkömmlich sind

Erste Voraussetzung ist, dass beide Eltern in einem Betrieb der kritischen Infrastruktur arbeiten. Dazu gehören:

  • Wasserversorgung,
  • Energieversorgung (Strom, Gas),
  • Entsorgungswirtschaft,
  • Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur),
  • Journalisten in der tagespolitischen Berichterstattung
  • Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen, Flugverkehr)
  • Grundversorgung mit Lebensmitteln (Produktion einschließlich Land- und Viehwirtschaft, Verkauf und Logistik),
  • Reinigungspersonal,
  • Gerichte und Staatsanwaltschaften,
  • das für Kinderschutz zuständige Personal in den Jugendämtern,
  • kassenärztliche Vereinigung und der Landesärztekammer.

Die Unabkömmlichkeit kann sich etwa aus Notfallplänen ergeben oder daraus, dass einzelne Personen über Spezialkenntnisse verfügen oder besondere Aufgaben wahrnehmen müssen. Zum betriebsnotwendigen Personal gehören alle Mitglieder von Krisenstäben. Die Betroffenen brauchen dazu eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers und müssen glaubhaft versichern, dass keine anderweitige Betreuung der Kinder möglich ist. Ist beispielsweise ein Elternteil zu Hause (z.B. ohne Arbeit, Kurzarbeit oder Home-Office) müssen die Kinder weiterhin von diesem Elternteil betreut werden. Eine Notbetreuung ist in diesem Fall nicht möglich.

  • Eine Notbetreuung wird gewährleistet für Kinder, die aus Gründen des Kinderschutzes eine Schule, Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen sollten. Auch hier gilt die Altersgrenze bis zur 6. Jahrgangsstufe (mit Abweichungsmöglichkeit bei behinderungsbedingtem Betreuungsbedarf). Es kommt in dieser Gruppe nicht darauf an, ob die Eltern die Betreuung selbst übernehmen oder anderweitig sicherstellen könnten. Für diese Kinder stellen die zuständigen Jugendämter auf Antrag der Eltern oder aus eigener Initiative Bescheinigungen aus, die keine nähere Begründung enthalten. Sie übermitteln diese Bescheinigung an die Eltern oder direkt an die betreuende Einrichtung.

 

Die Betroffenen brauchen dazu eine entsprechende Bescheinigung ihres Arbeitgebers und müssen glaubhaft versichern, dass keine anderweitige Betreuung der Kinder möglich ist. Ist beispielsweise ein Elternteil zu Hause (z.B. ohne Arbeit, Kurzarbeit oder Home-Office) müssen die Kinder weiterhin von diesem Elternteil betreut werden. Eine Notbetreuung ist in diesem Fall nicht möglich. Die Entscheidung über die Aufnahme eines Kindes trifft in allen Fällen die jeweilige Kita-Leitung.


UPDATE 15.05.2020

Der Fahrplan der Wiederaufnahme der Kinderbetreuung, der sogenannte eingeschränkte Regelbetrieb,  wurde von der Thüringer Landesregierung bekanntgegeben. Diese ist grundsätzlich ab Montag, den 18. Mai möglich, muss jedoch bis zum 15. Juni umgesetzt sein. Um den eingeschränkten Regelbetrieb starten zu können, sind eine Vielzahl von hygienische Anforderungen umzusetzen, welche in vielen Fällen mehr Personal binden. Unter anderem soll der Platzbedarf je Kind erhöht werden und die Einrichtung von festen Gruppen mit festen Betreuern, die sich stets im selben Raum aufhalten. Eine Durchmischung muss strikt vermieden werden, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Die personellen und konzeptionellen Planungen laufen in allen Einrichtungen auf Hochtouren. Im Stadtgebiet soll die Einführung dieses eingeschränkten Regelbetriebes bis zum 02. Juni erfolgen.

Ab 18. Mai: wurde die Notbetreuung um folgende Gruppen erweitert:

  • Kinder, die im kommenden Schuljahr eingeschult werden sowie deren Geschwister
  • Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarf (über den besonderen Unterstützungsbedarf entscheidet die Leitung der Einrichtung)
  • Kinder des in der Präsenzlehre lehrenden Personals an Hochschulen

Geplant ab 02. Juni: Eintritt in den eingeschränkten Regelbetrieb, welcher allen Kinder gleichberechtigt den Zugang zur Kinderbetreuung ermöglicht. Wie die Ausgestaltung des eingeschränkten Regelbetriebes erfolgt, wird Ihnen Ihre Einrichtung mitteilen.

Wenn Sie Fragen zum Starttermin des eingeschränkten Regeltermin haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kindergarten. 



Wenn Sie Betreuungsbedarf haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer jeweilige Kita in Verbindung. Die Kontaktdaten lauten wie folgt:

Kindergarten Sebastian Kneipp®
Robert-Koch-Straße 16
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 677280

Bergkindergarten
Friedensplatz 5/6
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 673250

St. Gerhard Kindergarten
Mühlgraben 1d
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 613662

Kindergarten Zwergenland
Husumer Str. 22
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 679214

Kindergarten Schwalbennest
Gartenstraße 2
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 601553

Kath. Kindergarten Sankt Lioba
Queckhagener Str. 35
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 036085 40350

Kindergarten Pusteblume
Grünewaldstraße 16b
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon: 03606 5063987