Eichsfeldmuseum

Im einstigen Heiligenstädter Jesuitenkolleg, einem geschichtsträchtigen und architektonisch reizvollen Barockbau aus dem Jahr 1740 wurde am 1. April 1932 das Eichsfelder Heimatmuseum eröffnet.

Das kulturgeschichtliche Museum des Eichsfelds erfuhr, unterbrochen durch eine kriegsbedingte Schließung, eine stetige Ergänzung und Erweiterung. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten zwischen 1994 und 1996 sowie 2011 und 2012 präsentiert sich die Ausstellung auf drei Etagen und vermittelt den Besuchern einen Einblick in die Geschichte des Eichsfelds und der Stadt Heiligenstadt. Wertvolle sakrale Kunstwerke, Möbel, Glas und Porzellan, Gebrauchsgegenstände des Alltagslebens und Trachten sowie die Historische Streckersche Vogelsammlung und eine Ausstellung über Tilman Riemenschneider, einem der bedeutendsten Söhne der Stadt Heiligenstadt, runden die Präsentation ab.

Anschrift:
Eichsfeldmuseum
Kollegiengasse 10
37308 Heilbad Heiligenstadt

Tel.: 03606 677-480
Fax: 03606 677-488

Email: heimatmuseum@remove-this.heilbad-heiligenstadt.de

Leiter des Heimatmuseums:
Dr. Torsten W. Müller  

Für Gruppen sind Sonderöffnungzeiten und -führungen möglich.

Barrierefreier Zugang über Giebelseite/Barockgarten. 



Veranstaltungen des Heimatmuseums finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

 


 

Sonderausstellung


Das Eichsfeld im 19. Jahrhundert

Umbrüche, Aufbrüche, Kontinuitäten


Für das Eichsfeld bedeutete die Industrialisierung eine Zäsur, aber anders als in anderen Gegenden führte dies hier zunächst zu einem beträchtlichen ökonomischen Abschwung. Die seit dem 17. Jahrhundert überregional bedeutende Textilwirtschaft war der neuen Konkurrenz aus England nicht gewachsen. Hinzu kam, dass der massive Ausbau der Eisenbahn am Eichsfeld vorbei erfolgte und öffentliche Investitionen gerade nicht im Eichsfeld getätigt wurden.

Charakteristisch für die Region wurden deshalb die saisonale Wanderarbeit und der Handel, unter anderem auch durch Hausierer. Die Bau- und Ausbauhandwerke orientierten sich auf die boomenden Großstädte und hatten dadurch einen entsprechend großen Aktionsradius. Vor allem die Wanderarbeit wurde sowohl für Männern als auch Frauen zur kennzeichnenden Erwerbsform, die dem Eichsfeld im Umland den Ruf eines Arbeitskräftereservoir eintrug. Für die Daheimgebliebenen in den Dörfern des Eichsfeldes blieb die Heimweberei der wichtigste Erwerbszweig.

Letztlich kam es im Eichsfeld zu einer relativ späten, zudem sehr „bescheidenen Industrialisierung“. Die Sonderausstellung zeigt den Alltag, die Arbeit und Lebenswelt der Eichsfelder im 19. Jahrhundert.

Ein Begleitband zeigt zahlreiche bislang unveröffentlichte Aufnahmen dieser Lebens- und Arbeitswelt des Eichsfeldes bis 1914.


 

Öffnungszeiten

Sonntag14:30–17:00 Uhr
MontagGeschlossen
Dienstag bis Freitag10:00–17:00 Uhr
Samstag14:30–17:00 Uhr

Eintrittspreise

Museumsführung10,00 € (zuzüglich Eintritt)
Erwachsene2,00 €
Kurgäste1,00 €
Kinder1,00 €
Gruppen1,50 € (ab 10 Personen)
Schulklassen0,50 € (freier Eintritt für Schulklassen aus dem Eichsfeld)