Das vierte Bild der Leidensprozession, das große Kreuz.

Die große Leidensprozession am Palmsonntag in Heiligenstadt

Die sogenannte „Heiligenstädter Palmsonntags-Prozession“ ist ein religiöser Umzug, der immer am Sonntag vor Ostern stattfindet und sich in einer festgelegten, überlieferten Ordnung durch die Straßen der Kreisstadt Heiligenstadt bewegt. In seinen Ursprüngen reicht er vermutlich bis in das Mittelalter zurück und wurde von den Jesuiten ab dem 16. Jahrhundert ausgebaut.

Zur feierlichen Gestaltung werden sechs überlebensgroße Figuren – auf Traggerüsten oder mit Hilfe von Stangen – mitgetragen, die an den Leidensweg Jesu Christi erinnern sollen. Zwischen den Bildnissen gehen die Gläubigen und singen überlieferte religiöse Lieder.

Die Prozession erinnert an die großen, bekannten Karfreitagsprozessionen in südlichen Ländern Europas und in Lateinamerika. Sie ist in ihrer Existenz einmalig in Mittel- und Norddeutschland; auch ihr Termin und ihre Ausgestaltung als Szenenprozession können als einzigartig gewertet werden.

Die Leidens-Prozession wurde jüngst in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird dieser gelebten Tradition des Katholizismus im Eichsfeld Aufmerksamkeit und Wertschätzung geschenkt. Sie wird mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und der UNESCO dokumentiert und erhalten.

Beginn: 14:00 Uhr Lindenallee

 

 

 

Weiterführende Links:
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.sankt-marien-heiligenstadt.de/index.php?id=13
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe/bundesweites-verzeichnis/eintrag/heiligenstaedter-palmsonntagsprozession.html