Die Stadtgeschichte Heiligenstadts


Heiligenstadt wird am 23. November 973 erstmals urkundlich durch Kaiser Otto II. erwähnt. Gute 250 Jahre dauert es, bis der Mainzer Erzbischof Siegfried II. im Jahre 1227 dem Ort das Stadtrecht verleiht. In den folgenden Jahren erleben die Heiligenstädter eine wechselvolle und oftmals tragische Geschichte. Zweimal brennt die Stadt nahezu vollständig ab. 1333 und 1739 wüten die Flammen, in den Jahren dazwischen wütet die Pest. Mehrere große Epidemien kosten im 17. Jahrhundert viele Bürger der Stadt das Leben.

Im Jahre 1802 wird Heiligenstadt Preußen angegliedert. Bis 1813 steht es unter napoleonischer Besetzung. Das 19. Jahrhundert bringt der Stadt Aufschwung und Fortschritt. Eine Zigarren- und eine Nadelfabrik entstehen, der Markt wächst und floriert, und so erhält Heiligenstadt im Jahre 1867 einen Bahnanschluss.

Trotz der Entbehrungen durch die beiden Kriege und die anschließende politische Teilung Deutschlands setzen sich auch die Heiligenstädter des 20. Jahrhunderts unermüdlich für ihre Stadt ein. 1929 wird durch die Initiative eines Vereins das Heiligenstädter Kneipp-Bad eröffnet. 1950 wird die Stadt zum Heilbad. Es folgen die Jahre der innerdeutschen Teilung, in denen Heiligenstadt als Kreisstadt dem Regierungsbezirk Erfurt untersteht. Nach der politischen Wende wird Heiligenstadt 1994 Kreisstadt des "Landkreises Eichsfeld". 1998 beginnt man mit dem Bau des Vitalparks mit Hallenbad, Sportbecken u. Therapiebereich. Im Jahr 2006 wird die Bundesautobahn A 38 Leipzig–Göttingen mit Anschlussstelle Heiligenstadt für den Verkehr freigegeben und macht dadurch den Wirtschaftsstandort Heiligenstadt für Unternehmen und Gewerbe aus ganz Deutschland attraktiv.