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Dauerausstellung des Eichsfelder Heimatmuseums
Erdgeschoss
- Sakrale Kunst
- Wallfahrten und Prozessionen
- Lingemannzimmer
(Gymnasialdirektor 1805-1830)
In zwei Ausstellungsräumen findet sakrale Kunst aus der Region einen würdigen Platz. Besonders bemerkenswert ist die Präsentation von drei Reliquienschreinen (Reliquienübertragung 1606), Votivbildern des 18. Jahrhunderts, Schnitzplastiken und liturgischen Geräten.
Mit dem Mirakelbuch der „Maria von Elende“ wird eines der ältesten Mirakelbücher Deutschlands gezeigt.
Ein gesonderter Raum stellt das Eichsfeld als eine Region der traditionellen Wallfahrten und Prozessionen vor.
Mit dem Lingemannzimmer wird eine regionale Persönlichkeit des ausklingenden 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts gewürdigt, die als Pädagoge und Naturwissenschaftler Bedeutung erlangte.
Eine großformatige Landkarte (Bildkarte), in der Mitte des 20. Jahrhunderts von dem einheimischen Kunstmaler Heinz Heinlein gefertigt, macht den Betrachter nicht nur mit der Geographie sondern auch mit den unverwechselbaren Besonderheiten des Eichsfeldes vertraut (Persönlichkeiten, Sehenswürdigkeiten, Sagen, Legenden, Ortsspitznamen).
Das Gipsmodell Theodor Storms (Diplom-Bildhauer Werner Löwe) diente der Herstellung des Originals, das in Hanerau-Hademarschen, dem Sterbeort Storms, seinen Platz gefunden hat. Die Stormsöhne Hans und Ernst gingen als Gymnasiasten im heutigen Heimatmuseum zur Schule und Vater Theodor nahm in der Aula des Gymnasiums an der Auszeichnung seines Sohnes Hans teil. Natürlich soll das Abbild Theodor Storms sowohl an seine acht Heiligenstädter Jahre, als auch auf das hiesige Literaturmuseum „Theodor Storm“ verweisen.
1. Obergeschoss
- Eichsfeldgeschichte
- Stadtgeschichte
- Möbel, Gemälde, Gussplatten
Im 1. Obergeschoss wird in vier großen Ausstellungs- räumen und dem langgestreckten Flur über die wechselvolle Geschichte des Eichsfeldes unter dem thüringischen und fränkischen Einfluss, vor allem aber über die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Kurmainz und die preußische Zeit informiert.
Der Flur wird zur Präsentation von Stilmöbeln und Porträts Mainzer Kurfürsten bzw. Statthaltern genutzt.
2. Obergeschoss
- Eichsfelder Volkskunde
- Kunst (Glas, Porzellan, Gemälde)
- Riemenschneiderausstellung (Kopien)
- Historische Stadtansichten (Thomasczek)
- Geologie des Eichsfeldes
- Historische Streckersche Vogelsammlung (2. Hälfte des 19. Jh.)
- Wechselnde Sonderausstellungen
Das 2. Obergeschoss lässt mit interessanten Exponaten das Eichsfelder Volksleben lebendig werden. Trachten, Möbel und Gebrauchsgegenstände des Alltagslebens werden präsentiert.
Besonderes Interesse wecken das Großmodell eines Eichsfelder Bauernhofes, ein bäuerliches Schlafzimmer (1840) und eine Küche (1900).
„Vom Flachs zum Leinen“ vermittelt einen wichtigen Fertigungsprozess unserer Vorfahren, wie auch andere Gewerbe (Töpfer, Glasmacher, Zigarrenfertigung u. a.) dokumentiert werden.
Interessante Möbel runden die Ausstellung ab. Die Kunstsammlung enthält ausgewählte Sammlungsstücke (Glas, Porzellan, Ölgemälde).
Ein Überblick über die Geologie steht am Zugang zur historischen Streckerschen Vogelsammlung. Der Dingelstädter Sanitätsrat Strecker überließ 1886 seiner Schulstadt Heiligenstadt eine wertvolle Vogel- und Naturaliensammlung. In den letzten Jahren neu gestaltet, zeigt sie über 220 in- und ausländische Präparate.
Mit dem Ara tricolor (Dreifarbenpapagei), der bereits seit 1886 ausgestorben und weltweit nur noch in wenigen Exemplaren als Präparat existiert, zeigt das Museum eine absolute Seltenheit.











