Zur Architektur des Hauses

Das heutige Gebäude, 1740 neu errichtet, ist ein dreigeschossiges, barockes Gebäude mit Mansardendach.
Wirkt die langgestreckte Buntsandsteinfassade schlicht, so ist der gesamte Außenschmuck auf das Eingangsportal konzentriert, dessen schöne Profile in einem reich verzierten Wappen des Stifters  Hugo Franz Karl von Eltz-Kempenich (Statthalter des Eichsfeldes von 1732-1779) ihren krönenden Abschluss finden.

Ein besonderes Meisterstück des Barock ist das hohe Treppenhaus. Ursprünglich freitragend konstruiert, wurden die Stützen unter den Zwischenpodesten erst später eingefügt. Die Schnitzarbeit der eichenen Wangen und des Geländers verdient Beachtung. Von ganz besonderer Wirkung ist das in Stuck hergestellte Gewölbe über dem Treppenhaus, das von unten durch das offene Mittelfeld gesehen, einen großartigen Blick auf das reich verzierte Deckengemälde (Johann Martin Hummel) ermöglicht. Das Zentrum bildet das Christusmonogramm (IHS), von Engeln umgeben. In den acht Gewölbekappen befinden sich von Bandelwerk gerahmte Medaillons mit den Personifikationen der vier zur Bauzeit des Kollegs bekannten Erdteile sowie von Jesuitenheiligen.

Das Erdgeschoss mit seinem Kreuzgewölbe erinnert an einen Klostergang. Vom Museumsgebäude gelangt man direkt in den Barockgarten. Dieser wurde in den Jahren 1999-2001 in Anlehnung an das barocke Vorbild aus der Jesuitenzeit neu gestaltet, nachdem er über Generationen hinweg als Schulhof genutzt wurde.