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Zur Geschichte des Hauses
Das Eichsfelder Heimatmuseum befindet sich im Stadtzentrum in einem geschichtsträchtigen und architektonisch reizvollen Gebäude. Ursprünglich stand hier ein kleinerer Vorgängerbau, der jedoch als Kolleg der Jesuiten eine große regionale, teilweise auch überregionale Bedeutung erlangte. Kolleg und Schule der Jesuiten waren der Ausgangspunkt für die Gegenreformation im kurmainzischen Eichsfeld. Die Schule bewahrte sich als Stätte gymnasialer Bildung auch später einen guten Ruf. Als 1739 ein Brand fast die ganze Stadt in Schutt und Asche legte, war man sich sehr bald einig, dass Kolleg und Schule größer und schöner neu entstehen sollten. 1773 verließen die Jesuiten Heiligenstadt. Die Schultradition fand seitdem ihre gymnasiale Fortsetzung als Kurfürstliches und später als Königlich Preußisches Gymnasium. 1929 endete diese Tradition mit dem Neubau eines Schulgebäudes am Bahnhof.
1931 ließ sich der „Verein für das Eichsfelder Heimatmuseum im Kreise Heiligenstadt (Eichsfeld)“ notariell eintragen und begann mit den Vorbereitungen zur Einrichtung eines „Eichsfelder Heimatmuseums“ in einigen frei gewordenen Räumen des ehemaligen Jesuitenkollegs bzw. Gymnasiums. Diese Vorbereitungen führten zur Eröffnung eines kulturgeschichtlichen Museums am 1. April 1932. Die Einrichtung profilierte sich zunehmend. Nach kriegsbedingter Schließung erfolgte Ende 1950 die Wiedereröffnung. In der DDR-Zeit wurde das Museum auf eine gesamte Etage erweitert. Die Entwicklung nach der politischen Wende ermöglichte eine Restauration des Gebäudes und eine konzeptionelle Neugestaltung.
Die Ausstellungsmöglichkeiten konnten mit der Wiedereröffnung 1996 auf drei Etagen ausgeweitet werden, so dass heute in Räumen und Fluren 1.165 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen.










